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Die Landes•Ausstellung
500 Jahre Industrie in Sachsen

Früher gab es in Sachsen viel Industrie.
Autos und Eisen•Bahnen wurden hier gebaut und Stoffe gewebt.
Auch der Berg•Bau war sehr wichtig.
Und auch heute gibt es Industrie in Sachsen.

Industrie bedeutet:
Waren werden in Fabriken hergestellt.
Dabei werden Maschinen benutzt.
So kann eine große Anzahl von gleichen Waren hergestellt werden.
Bevor es die Industrie gab, wurden die Waren in kleinen Werkstätten produziert.
Handwerker stellten dabei immer nur eine kleine Anzahl Waren her.

Im Jahr 2020 gibt es eine große Ausstellung
über die Geschichte der Industrie in Sachsen.
Die Ausstellung geht vom 25. April bis 1. November 2020.
Sie trägt den Namen „Boom“.
Das wird so ausgesprochen: „Buhm“.
Es ist ein englisches Wort, die Übersetzung lautet „Aufschwung“.
Aufschwung bedeutet: Immer wieder gibt es Zeiten, in denen sich die Industrie sehr stark entwickelt hat.

In Zwickau findet die zentrale Ausstellung statt.
Hier geht es um die sächsische Industrie insgesamt.
Außerdem gibt es noch 6 weitere Ausstellungen an verschiedenen Orten in Sachsen.

Die Zentral•ausstellung in Zwickau

Die zentrale Ausstellung ist im Audi-Bau in Zwickau.

Hier wurden früher Autos von Audi gebaut.

Die Ausstellung hat 6 Teile:

1. Barock und Berg•geschrey: Vom Jahr 1470 bis 1813

Hier geht es um Entwicklungen vor der Industrie.
Vor rund 550 Jahren wurde im Erzgebirge Silber gefunden.
Viele Menschen hörten davon, wir nennen das „das Berg•geschrey“.
Sie kamen aus ganz Europa nach Sachsen.
Sie wollten nach Silber suchen und reich werden.
Der Berg•bau war sehr wichtig für die Entwicklung von Sachsen.
Viele Städte wurden gegründet,
zum Beispiel Annaberg, Schneeberg oder Marienberg.
Viele Handwerker und Kaufleute kamen dorthin.

2. Garn und Globalisierung: Vom Jahr 1763 bis 1914

Im Jahr 1763 war der 7jährige Krieg zu Ende.
Sachsen war stark zerstört, wurde aber schnell wieder aufgebaut.
Dabei half die Wirtschaft.
Viele neue Betriebe und Schulen wurden gegründet.
Es gab viele Menschen, die Dinge für Kleidung herstellten.
Zum Beispiel Stoffe und Garne zum Nähen.
Die Roh•stoffe dafür kamen aus der ganzen Welt.
Zum Beispiel Baum•wolle aus Amerika.
Damit die Arbeit schneller ging, wurden Maschinen erfunden.
Sie wurden in großen Gebäuden aufgestellt.
So entstanden erste Fabriken.

3. Karl Marx und Karl May: Vom Jahr 1831 bis 1914

In dieser Zeit wurden immer mehr Fabriken gebaut.
Das Leben der Menschen veränderte sich.
Sie mussten mehr als 10 Stunden in der Fabrik arbeiten.
Vielen lebten in schlechten Wohnungen.
Karl Marx dachte viel über diese Themen nach und schrieb Bücher dazu.
Er fragte sich, wie man das Leben der Menschen verbessern könnte.
Viele Menschen fanden seine Ideen gut.
Karl May schrieb ganz andere Bücher.
Bei ihm ging es um den Wilden Westen in Amerika, zum Beispiel um „Winnetou“.
Mit den Geschichten konnten sich viele Menschen in eine andere, bessere Welt träumen.

4. Schocken•söhne und Sachsen•stolz: Vom Jahr 1904 bis 1945

In diesem Teil der Ausstellung geht es um die Zeit
bis zum Ende des 2. Welt•kriegs.
„Sachsen•stolz“ wurde eine besonders große und schnelle
Dampf•lok genannt.
Sie wurde zwischen 1918 und 1923 in Chemnitz gebaut.
Die Familie Schocken besaß in Sachsen mehrere Kauf•häuser.
Später dann an vielen Orten in Deutschland.
Im Jahr 1933 kamen die Nazis an die Macht.
Weil die Familie Schocken jüdisch war, musste sie ihre Heimat verlassen.
In der Nazi•zeit starben Millionen von Menschen.
 

5. Trabi und Treuhand: Vom Jahr 1945 bis 1995

Hier geht es vor allem um die Zeit, als Deutschland geteilt war.
Sachsen gehörte damals zur DDR.
Hier wurde der Trabi gebaut.
Er war das bekannteste Auto der DDR.
Nach dem Ende der DDR wurden viele Fabriken geschlossen.
Millionen Menschen verloren ihre Arbeit.
Es dauerte lange, bis es der sächsischen Industrie wieder besser ging.

6. Industrie•kultur 5.0: Vom Jahr 1995 bis 2020

Im letzten Ausstellungs•teil beschäftigen wir uns mit der aktuellen Zeit.
Es gibt immer weniger Fach•arbeits•kräfte in Sachsen.
Bei vielen Jobs helfen inzwischen Computer und Maschinen.
Wie wollen wir in Zukunft leben und arbeiten?
Wir zeigen, welche Ideen die Industrie verändern werden.


Öffnungs•zeiten

25. April 2020 – 1. November 2020


Montag bis Sonntag und an Feiertagen:
10 – 18 Uhr


Die Kasse schließt: um 17.30 Uhr


Weitere Informationen zu den Öffnungs•zeiten finden Sie hier.

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Eintritts•preise

Erwachsene: 10 Euro

Ermäßigungs•berechtigte: 7 Euro

Ermäßigungs•berechtigte sind zum Beispiel: Schüler, Auszubildende über 18 Jahre, Studenten, Schwerbehinderte Menschen (ab Grad der Behinderung 80), Begleit•person (Merk•zeichen B oder H im Schwer•behinderten•ausweis), Asyl•bewerber und andere Personen

Freier Eintritt: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

Weitere Informationen zu Eintritts•preisen und Ermäßigungen
finden Sie hier.

Sie können auch gern an der Kasse nachfragen.

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Adresse und Anreise

Adresse
Zentral•ausstellung „Boom“
Audi-Bau Zwickau
Audistraße 9
08058 Zwickau

Mit dem Auto
Der Audi-Bau liegt im Norden der Stadt, neben dem August Horch Museum für Auto•geschichte.
Achten Sie auf die Schilder „Landes•ausstellung“ an den großen Kreuzungen.
Es gibt zwei Park•plätze. Ein Park•platz ist direkt vor dem Museums•eingang.
Ein großer Park•platz ist in der Schlachthofstraße. Von dort sind es 300 Meter bis zum Museum.

Mit dem Zug
Vom Bahnhof Zwickau-Pölbitz sind es 700 Meter bis zum Museum.
Dieser Bahnhof ist nicht barrierefrei. Gehen Sie vom Bahnhof aus über die Pölbitzer Straße.
Dann laufen Sie die Horchstraße entlang und biegen links in die Trabantstraße ein.
Dann rechts in die Audistraße abbiegen.
Nach etwa 300 Metern stehen Sie vor dem Audi-Bau.
Vom Haupt•bahnhof Zwickau sind es 3 Kilometer.
Sie können den Bus oder die Straßen•bahn nehmen.

Bus und Straßen•bahn
Fahr•pläne finden Sie unter: www.nahverkehr-zwickau.de.
Vom Haupt•bahnhof können Sie die Straßen•bahn 7 nehmen, Richtung Bahnhof Pölbitz.
Steigen Sie „Kurt-Eisner-Straße“ aus.
Von dort sind es 750 Meter bis zum Museum.
Achten Sie auf die Schilder „August Horch Museum“.
Sie können auch den Bus 10 nehmen, Richtung Zwickau-Weißenborn Waldpark.
Von der Bus•haltestelle „Käthe-Kollwitz-Gymnasium“ sind es 450 Meter.

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Barriere•Freiheit

In der Nähe des Eingangs gibt es Behinderten•parkplätze.

Sie können das Museum mit dem Rollstuhl besuchen.

Die barrierefreien Toiletten sind am Eingang und im Ausstellungs•Bereich.

Sie können Rollstühle, Kinder•wagen und Hocker ausleihen.

Es gibt Bänke in der Ausstellung.

 

Wir haben einen Raum-Plan zum Fühlen für blinde und sehbehinderte Menschen.

Am Boden sind Markierungen. So können blinde Menschen die Ausstellungs•stücke finden.

 

An einigen Ausstellungs-Stücken bekommen Sie Informationen:

- in Leichter Sprache,
- in Gebärden•sprache,
- für blinde und sehbehinderte Menschen.

Die Filme in der Ausstellung haben Unter•titel.
Und im Boden gibt es Hör•verstärker (Induktions•schleifen).


Führungen
Wir bieten Führungen

- in Leichter Sprache
- in Gebärden•sprache
- für blinde und sehbehinderte Menschen an.

Alle Termine finden Sie einige Zeit vor Ausstellungs•beginn hier.

Kontakt

Bei Rückfragen zu unseren inklusiven und barrierefreien Angeboten kontaktieren Sie bitte:

Denise Girardelli

Telefon: +49 (0) 351 4846-293
E-Mail: denise.girardelli@sla2020.de