Pressemeldung 1. Sept. 2020 Landesausstellung fragt nach den Perspektiven junger Leute in Westsachen

Bleiben? Gehen? (Zurück)Kommen?

Unter diesem Motto fragt die nächste Veranstaltung im Begleitprogramm der Zentralausstellung der 4. Sächsischen Landesausstellung nach der Zukunftsfähigkeit der Region am Beispiel seiner jungen Bewohner.

Eine Kooperation der 4. Sächsischen Landesausstellung mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Alten Gasometer e.V.

3. September 2020, Donnerstag, Gasometer Zwickau, 19 Uhr
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.


Die zweite Veranstaltung der Boom.Debatten thematisiert eines der wichtigsten Probleme in West-sachsen:  Seit der Friedlichen Revolution haben tausende junge Menschen die Region nach dem Schulabschluss, der Ausbildung oder nach dem Studium verlassen. So lebten im Jahr 2018 allein in Berlin über 3000 gebürtige Zwickauer*innen. Es gibt heute kaum einen Freundes- und Familienkreis, in dem es keine Erfahrungen mit dieser Entwicklung gäbe.
Auf der Veranstaltung im Alten Gasometer in Zwickau wollen wir über die vielfältigen Motive dieser Abwanderung sprechen, aber auch über Beispiele des Bleibens bzw. Zurückkommens berichten. In einer interaktiven Diskussion mit dem Schüler Jakob Oehler (Mitglied bei Fridays for Future Zwickau), dem Studenten Sven Richter (Vorsitzender des Jugendbeirates Zwickau) und Uwe Gaul (Staatssekretär und Amtschef im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt) werden auch Betroffene zur Wort kommen, die selbst vor der Entscheidung stehen bzw. standen, Zwickau nach dem Schulabschluss zu verlassen.

Sven Richter (21), zu seinen Erwartungen an die Veranstaltung: „Dieser Diskussionsabend zeigt hoffentlich auf, dass es Gründe geben kann, warum man als junger Mensch geht, aber hoffentlich viel mehr, warum man – wie ich – bleiben sollte.“

Moderiert wird die Veranstaltung von Ricardo Glaser, der als Geschäftsführer des Netzwerkes Sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung in Leipzig arbeitet.

Aufgrund der beschränkten Platzkapazitäten sowie der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln an allen Veranstaltungsorten bitten wir alle Besucher*innen und Medienvertreter*innen um Voranmeldung per E-Mail an: landesausstellung@avantgarde.de

Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen

Die Landesausstellung lässt die Region Südwestsachsen im „Jahr der Industriekultur“ als ein bedeutendes Zentrum der europäischen Industrialisierung lebendig werden. Die große Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau, die vom Deutschen Hygiene-Museum ausgerichtet wird, präsentiert ein breites kulturhistorisches Panorama der sächsischen Industrieentwicklung. Parallel dazu finden an sechs Orten der sächsischen Industriegeschichte branchenspezifische Schauplatzausstellungen statt: „AutoBoom“ im August Horch Museum Zwickau, „MaschinenBoom“ im Industriemuseum Chemnitz, „EisenbahnBoom“ im Schauplatz Eisenbahn Chemnitz-Hilbersdorf, „KohleBoom“ im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, „TextilBoom“ in der Tuchfabrik Pfau Crimmitschau sowie „SilberBoom“ im Forschungs- & Lehrbergwerk | Silberbergwerk Freiberg.

Die 4. Sächsische Landesausstellung ist ein Projekt des Freistaates Sachsen, das vom Deutschen Hygiene-Museum koordiniert wird. Weitere Informationen unter www.boom-sachsen.de und auf www.facebook.com/boom.sachsen.