Pressemeldung 12. November 2019

Chemnitz macht sich fit für Boom 2020

Chemnitzer Schauplätze der 4. Sächsischen Landesausstellung bereiten Sonderausstellungen vor und kooperieren bei Vermarktung

Chemnitz, 12. November 2019

Mit dem Durchschneiden des roten Bandes auf dem eisenbahnhistorischen Areal in Chemnitz-Hilbersdorf am heutigen Dienstag wurde die neu errichtete Wegstrecke zwischen den beiden auf dem Gelände agierenden Vereinen Eisenbahnfreunde Richard Hartmann und Sächsisches Eisenbahnmuseum freigegeben. Damit ist ein erster wichtiger Schritt für die Vorbereitungen zur Sächsischen Landesausstellung 2020 vollbracht, die in Chemnitz an zwei Standorte stattfinden wird. Das eisenbahnhistorische Areal in Chemnitz-Hilbersdorf wird mit der Schauplatzausstellung „EisenbahnBoom.“ beteiligt sein, das Industriemuseum Chemnitz mit der Sonderschau „MaschinenBoom.“. An beiden Standorten laufen die Vorbereitungen bereits jetzt auf Hochtouren. Auch bei der Vermarktung werden die beiden Museen mit der Stadt Chemnitz und der CWE mbH kooperieren, um möglichst viele Gäste ansprechen zu können.

Das eisenbahnhistorische Areal in Chemnitz-Hilbersdorf wird derzeit zum Schauplatz Eisenbahn umgestaltet. Beide auf dem Gelände agierenden Vereine, die Eisenbahnfreunde Richard Hartmann und das Sächsische Eisenbahnmuseum, kooperieren aus Anlass der 4. Sächsischen Landesausstellung unter dem Namen Schauplatz Eisenbahn. Dieser wird 2020 einer von sechs dezentralen Ausstellungsorten der Landesausstellung sein. Doch auch danach soll diese Kooperation fortgesetzt werden.

Bevor jedoch der Schauplatz Eisenbahn am 25. April 2020 die ersten Besucher empfangen kann, muss auf dem ca. 26 ha großen Areal Betriebssicherheit hergestellt werden. Dazu gehört insbesondere die Einfriedung zur Bahnstrecke Chemnitz – Dresden und die Erschließung der musealen Hotspots durch einen Weg. Begonnen wurden diese Arbeiten im Spätsommer, nun sind diese in Teilen abgeschlossen: barrierefreie Parkplätze wurden im Zufahrtsbereich gebaut, ein taktiler Plan, der Menschen mit Behinderung die Orientierung im Gelände ermöglichen wird, ist beauftragt und ein 1.200 m langer Weg verbindet barrierearm den Bereich um das Reiterstellwerk mit den Rundhäusern.
Diese und weitere Investitionen wurden möglich durch Fördermittel des Bundes, des Freistaates Sachsen und der Stadt Chemnitz. Auch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Chemnitz unterstützen das Vorhaben und legen damit die Basis für einen städtischen Erholungs-, Erlebnis- und Bildungsraum für alle Chemnitzer und deren Gäste.

Unter dem Thema „MaschinenBOOM.“ steht im Industriemuseum Chemnitz der sächsische Maschinenbau in seiner Vielfältigkeit im Mittelpunkt der Sonderausstellung. Dabei geht es um die Fragen, was ist eine Maschine und welche Rolle spielen Maschinen in unserem Leben? Ursprünglich beschreibt der Begriff Maschine ein Werkzeug, eine künstliche Vorrichtung sowie ein Hilfsmittel. Was verstehen wir heute unter einer Maschine?

Der schmiedende Roboter auf dem Plakatmotiv zur Ausstellung ist angelehnt an die Allegorien des Industriezeitalters. Gleichzeitig will er anschaulich verdeutlichen, dass die Ausstellung nicht explizit eine Rückschau in die Vergangenheit ist, sondern vielmehr ein Forum bieten möchte, um über das komplexe Zusammenwirken zwischen Menschen und Maschinen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ins Gespräch zu kommen. Die Besucher und Besucherinnen begeben sich in der Ausstellung auf eine Reise durch die Zeiten, von der vorindustriellen Epoche über die Pionierzeit, in der die ersten Maschinen entstanden, bis zu zeitgenössischen Utopien „menschenleerer Werkhallen“ im Zeitalter der Industrie 4.0. Hier werden sie erleben, wie Menschen Maschinen im Laufe der Zeit perfektionierten und wie der MaschinenBoom ihren Alltag, ihre Welt, allmählich verwandelte.

Aktuell ist die Projektplanung einschließlich der Exponatauswahl im Wesentlichen abgeschlossen. Die ersten Exponate werden bereits restauriert. Parallel dazu befinden sich die Mitarbeiter des Industriemuseums in Verhandlung mit Leihgebern und arbeiten an der Entwicklung der ersten Ausstellungstexte.

Im kommenden Jahr richtet der Freistaat Sachsen zum vierten Mal eine Sächsische Landesausstellung aus. Erstmals wird diese nicht nur an einem Ort, sondern dezentral an verschiedenen Orten in der Region Südwestsachsen stattfinden. Unter dem Titel „BOOM. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“ wird vom 25. April bis zum 1. November 2020 eine spannende Zeitreise durch fünf bewegte Jahrhunderte sächsischer Landesgeschichte gezeigt. In der Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau wird auf über 2.500 m² auf die Anfänge und Hochphasen der Industrialisierung Sachsens zurück geschaut und ein Blick in die Zukunft des Freistaates gewagt. An sechs weiteren Schauplätzen der sächsischen Industriegeschichte können Besucher bei Sonderausstellungen Industriegeschichte, -gegenwart und -zukunft an authentischen Orten in Chemnitz, Zwickau, Freiberg, Oelsnitz/Erzgebirge und Crimmitschau erleben.

Weitere Informationen unter:

www.chemnitz-tourismus.de
www.schauplatz-eisenbahn.de
www.saechsisches-industriemuseum.de

4. Sächsische Landesausstellung • 25. April bis 1. November 2020

Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen

Die Landesausstellung lässt die Region Südwestsachsen im „Jahr der Industriekultur“ als ein bedeutendes Zentrum der europäischen Industrialisierung lebendig werden. Die große Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau, die vom Deutschen Hygiene-Museum ausgerichtet wird, präsentiert ein breites kulturhistorisches Panorama der sächsischen Industrieentwicklung. Parallel dazu finden an sechs Orten der sächsischen Industriegeschichte branchenspezifische Schauplatzausstellungen statt: „AutoBoom“ im August Horch Museum Zwickau, „MaschinenBoom“ im Industriemuseum Chemnitz, „EisenbahnBoom“ im Schauplatz Eisenbahn Chemnitz-Hilbersdorf, „KohleBoom“ im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, „TextilBoom“ in der Tuchfabrik Pfau Crimmitschau sowie „SilberBoom“ im Forschungs- & Lehrbergwerk | Silberbergwerk Freiberg.

Die 4. Sächsische Landesausstellung ist ein Projekt des Freistaates Sachsen, das vom Deutschen Hygiene-Museum koordiniert wird. Weitere Informationen unter www.boom-sachsen.de und auf www.facebook.com/boom.sachsen.