Pressemeldung 8. Sept. 2020 Landesausstellung fragt nach der Zukunft der Industrieregion Zwickau

Wie kommt das Neue in die Welt? Fünf Thesen, wie man Industrie weiterdenkt:

Zwickau, 8. September 2020

Unter diesem Motto fragt die nächste Veranstaltung im Begleitprogramm der Zentralausstellung der 4. Sächsischen Landesausstellung nach der Zukunft der Industrie.

9. September 2020, Mittwoch, Alter Gasometer Zwickau, 19 Uhr

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Der Landkreis Zwickau ist eine Region, deren Wohl von der hier ansässigen Industrie abhängt. Umso wichtiger ist es zu fragen, wie sich die Zukunft der Industrie gestaltet, da davon auch die Zukunftsfähigkeit der Region abhängen wird. In der dritten Ausgabe der Boom.Debatten diskutieren Expert*innen mit den Gästen die Zukunft der industriellen Arbeitswelt und ihre Auswirkungen auf den Alltag. Welchen Beitrag leisten Wissens- und Informationstechnologien von Hochschule oder der Kulturbereich für die wirtschaftliche Prosperität einer Region? Wie verändern neue Produktionszweige wie Start-Ups oder E-Auto-Produktion nicht nur die Arbeitsstätten, sondern zugleich auch eine (Stadt-)Gesellschaft? Wie lässt sich ihre Gründung befördern und unterstützen? Und welche Rolle können dabei alte Industriebauten spielen?

Diesen Fragen widmen wir uns im Alten Gasometer in einer Diskussion u.a. mit Prof. Dr. Dalia Marin. Die Wirtschaftswissenschaftlerin von der Ludwig-Maximilians-Universität München erforscht seit Jahren die Veränderungen der Wirtschaft angesichts von Krisen. Arianne Spiekermann, die Stadtmanagerin von Zwickau, sowie Lisa Martin vom Büro der Wirtschaftsförderung Zwickau werden ihre Expertise zu der Situation in der Region einfließen lassen. Aus der wirtschaftlichen Praxis wird Denny Helmer seine Erfahrungen einbringen. Der Neununddreißigjährige hat vor fünf Jahren gemeinsam mit Freunden die Kevin Brewery in Zwickau gegründet. Aus einer Laune und Lust am eigenen Bier heraus entstanden, etablierte sich die Craftbierbrauerei innerhalb weniger Jahre und bietet mittlerweile zehn Biersorten zum Verkauf an. Für Helmer beruht der Erfolg von neuen Unternehmen nicht auf hochkomplexen Strategien, sondern vor allem auf die Zusammenarbeit von Menschen, die einfach Lust und Leidenschaft für das Projekt haben. Für die Zukunft Zwickaus sieht er es als elementar an, dass man nicht nur klassische Industriebereiche fördert: „Stattdessen müssen auch die Kreativen aus dem Wissensbereichen angelockt und unterstützt werden, die ein anderes Verständnis von Arbeit haben. Die nicht im Schichtbetrieb arbeiten wollen und in Projekten denken. Dadurch gibt es mehr Anreize für beide Seiten und die Stadtgesellschaft.“

Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Kristin Hendinger.

Aufgrund der beschränkten Platzkapazitäten sowie der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln an allen Veranstaltungsorten bitten wir alle Besucher*innen und Medienvertreter*innen um Voranmeldung per E-Mail an: landesausstellung@avantgarde.de

Eine Kooperation der 4. Sächsischen Landesausstellung mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Alten Gasometer e.V.

Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen

Die Landesausstellung lässt die Region Südwestsachsen im „Jahr der Industriekultur“ als ein bedeutendes Zentrum der europäischen Industrialisierung lebendig werden. Die große Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau, die vom Deutschen Hygiene-Museum ausgerichtet wird, präsentiert ein breites kulturhistorisches Panorama der sächsischen Industrieentwicklung. Parallel dazu finden an sechs Orten der sächsischen Industriegeschichte branchenspezifische Schauplatzausstellungen statt: „AutoBoom“ im August Horch Museum Zwickau, „MaschinenBoom“ im Industriemuseum Chemnitz, „EisenbahnBoom“ im Schauplatz Eisenbahn Chemnitz-Hilbersdorf, „KohleBoom“ im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, „TextilBoom“ in der Tuchfabrik Pfau Crimmitschau sowie „SilberBoom“ im Forschungs- & Lehrbergwerk | Silberbergwerk Freiberg.

Die 4. Sächsische Landesausstellung ist ein Projekt des Freistaates Sachsen, das vom Deutschen Hygiene-Museum koordiniert wird. Weitere Informationen unter www.boom-sachsen.de und auf www.facebook.com/boom.sachsen.