KohleBoom. Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge

Schauplatzausstellung

Glück Auf und willkommen im Revier!

Dank seiner reichen Steinkohlenvorkommen gilt Sachsen als eine Pionierregion der Industrialisierung. Der weithin sichtbare Förderturm in Oelsnitz/Erzgebirge ist das Wahrzeichen des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenrevier und des sächsischen Steinkohlenbergbaus. Die 300 Millionen Jahre alten „schwarzen Diamanten“, ihr jahrhundertelanger Abbau in der Region, die Technologien ihrer Weiterverarbeitung sowie deren Bedeutung für Mensch und Landschaft stehen im Fokus der Schauplatzausstellung KohleBoom. im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge.

Im Bergbaumuseum Oelsnitz, dem einst modernsten Kohleschacht Deutschlands, wird die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichende Geschichte des sächsischen Steinkohlenbergbaus erlebbar. In den 400m langen, begehbaren Grubenbauen rattert schweres Abbau- und Fördergerät. Über Tage faszinieren original erhaltene Zeugnisse der Bergbaugeschichte, die von der Lampenstube über das Mannschaftsbad bis hin zur Lohnschalterhalle reichen.

Neben schwerem Gerät werden aber auch Protagonisten der Steinkohlengewinnung vorgestellt. Einer der bekanntesten unter ihnen ist zweifelsohne Adolf Hennecke. Seine bis heute währende, durchaus zwiespältige Berühmtheit beruht auf seiner Sonderschicht vom 13. Oktober 1948. An diesem Tage förderte Hennecke 387% der üblichen Hauer-Norm und zog sich damit den Zorn der anderen Kumpel zu. Später erhielt er den Nationalpreis der DDR und brachte es schließlich zum Mitglied des Zentralkomitees der SED.

Weitere Höhepunkte innerhalb der historischen Industriearchitektur sind eine funktionstüchtige 1500 PS-starke Dampffördermaschine sowie ein „Steinkohlenwald“, der vor allem die kleinen Besucherinnen und Besucher auf eine Reise hin zu den Anfängen der Zeit entführt. Mit diesen zahlreichen Facetten ist das Bergbaumuseum Oelsnitz ein übergroßer Lern- und Erlebnisort für die gesamte Familie.

Das Bergbaumuseum Oelsnitz wird ab 2019 denkmalgerecht saniert und umgebaut. Aufgrund der Baumaßnahmen bleibt das Museum vom 7. Januar 2019 bis 24. April 2020 geschlossen. In den bis 2020 fertiggestellten Räumen werden die Besucherinnen und Besucher einen völlig neugestalteten Rundgang durch das ehemalige Bergwerk aktiv erleben können.

Rundgang

Foto: Arndt Gaube
Foto: Gregor Lorenz
Foto: Jan Färber
Foto: Gregor Lorenz
3D-Rendering: IPROconsult/KEM
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Foto: Gregor Lorenz
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Foto: Gregor Lorenz
Foto: Jan Färber
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3D-Rendering: IPROconsult/KEM
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Foto: Gregor Lorenz
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